Google Analytics WordPress Integration mit und ohne Plugin

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Kontinuierliche Verbesserung ist einer der Erfolgsfaktoren in jedem Business. Etwas lässt sich jedoch nur dann verbessern, wenn der Ist-Zustand bekannt ist und die getätigten Optimierungsmaßnahmen hinsichtlich der Zielerreichung überprüft werden können. Dasselbe gilt auch für das Betreiben einer Website bzw. eines Online Business. Für die Aufnahme des Ist-Zustandes und für die Durchführung einer Website Analyse eignet sich hervorragend das kostenlose Web-Analyse Tool Google Analytics.

Google Analytics WordPress Integration mit und ohne Plugin

Beim Einsatz und der Integration von Google Analytics gibt es einiges zu beachten. Dieser Artikel zeigt dir, wie du den Google Analytics Tracking Code (GATC) richtig in deine Website einbindest. Dabei wird zwischen der Integration mit einem WordPress Plugin und der manuellen Integration unterschieden. Falls du wissen möchtest, wie du überprüfen kannst, ob der GATC richtig in deine Website eingebunden wurde, solltest du das Ende des Beitrags nicht verpassen.

Anleitung: 3 Wege Google Analytics mit WordPress zu verbinden

1. Integration von Google Analytics mit Plugin und Dashboard in WP

Die einfachste Variante, den Google Analytics Tracking Code (GATC) in deine WordPress Site einzubinden, ist es, ein WordPress Plugin zu verwenden. Ich empfehle dir das Google Analytics Dashboard für WP. Dieses Plugin verbindet sich mit deinem Google Analytics Konto und liefert dir auch gleichzeitig ein Dashboard Widget im Adminbereich deiner WordPress Site, mit dem du die wichtigsten Kennzahlen abrufen kannst, ohne dich bei Google einzuloggen.

Integration von Google Analytics mit WordPress Plugin Google Analytics Dashboard für WP

Integration von Google Analytics mit WordPress Plugin Google Analytics Dashboard für WP

Problem: Bei den meisten Google Analytics WordPress Plugins ist es nicht möglich, den Google Analytics Code manuell zu bearbeiten, da sich die Plugins in der Regel direkt mit dem Google Konto über die entsprechende API verbinden. Warum das ein Problem ist? Zwar kannst du bei den meisten Plugins die IP-Adresse mit nur einem Klick anonymisieren, du kannst jedoch nicht den gemäß Datenschutz erforderlichen Code für das Opt Out Cookie ergänzen.

2. Integration von Google Analytics Code mit Plugin ohne Dashboard in WP

Wenn du die Website Analyse direkt auf dem Google Analytics Dashboard durchführen möchtest und du kein zusätzliches Dashboard im Adminbereich deiner WordPress Website benötigst, kannst du mit dem Plugin Header, Footer and Post Injections auch nur den GATC im Header deiner Site implementieren.

Integration von Google Analytics Code mit dem WordPress Plugin Header, Footer and Post Injections

Integration von Google Analytics Code mit dem WordPress Plugin Header, Footer and Post Injections

3. Manuelle Integration von Google Analytics Code ohne Plugin und ohne Dashboard in WP

Wenn man den Google Analytics Code ohne Plugin manuell in eine Website integrieren möchte, stellt sich zuerst die folgende Frage:

An welcher Stelle innerhalb einer Website muss der Google Analytics Code eingebunden werden?

Nun gibt es im Internet verschiedene Ratschläge und in vielen Tutorials ist sogar zu lesen, dass der GATC unbedingt vor dem schließenden „</head>“-Tag eingebunden werden muss.

Aus technischer Sicht ist es jedoch egal, an welcher Stelle der Google Analytics Code eingebunden wird, da es sich bei der Universal Tracking Methode um eine asynchrone Datenübertragung handelt. Das bedeutet, dass die Daten, die vom Server abgerufen werden, im Browser parallel geladen und die anderen Daten nicht blockiert werden. Selbst Google schlägt nicht vor, den GATC im head-Bereich zu integrieren, sondern nach dem beginnenden „<body>“-Tag.

Die Integration von GATC á la Google:

Google Analytics Code ohne Plugin manuell integrieren

Google Analytics Code ohne Plugin manuell integrieren

Google empfiehlt den GATC in eine separate Datei namens analyticstracking.php einzufügen. Wenn ich ehrlich bin, ist mir nicht ganz klar, warum ein reiner Javascript-Code in einer php-Datei gespeichert werden soll, aber wenn Google das sagt, dann erstellen wir eben eine php-Datei – zumindest für die 2. Option der manuellen Integration (siehe unten). Beim Umgang mit Quellcode empfehle ich dir wie immer, einen der kostenlosen Texteditoren Atom oder Brackets zu verwenden. Zudem benötigst du noch ein FTP Programm, um die Dateien auf deinen Server zu laden.

WPC Tipp:
Unabhängig davon, für welche Variante der Implementierung du dich entscheiden möchtest, empfehle ich dir zuerst ein  Child Theme deines WordPress Themes zu erstellen. Anderenfalls würde der Google Analytics Code beim nächsten Theme Update wieder entfernt werden.

Erstelle eine neue Datei mit dem Namen analyticstracking.php und füge deinen GATC in die Datei ein. Die ersten beiden Code-Blöcke im folgendem Code-Schnipsel betreffen den Datenschutz und setzen auf Wunsch des Besuchers einen Opt-Out Cookie, um Google Analytics beim nächsten Besuch der Website zu deaktivieren. In dem Artikel Google Analytics Datenschutz Checkliste findest du nähere Informationen zu diesem Thema. Die letzten beiden Code-Blöcke sind dein persönlicher GATC. Achte bitte darauf, dass du deine eigene Tracking-ID (UA-XXXXXXXX-Y) einsetzt.

<script>

  // Verhindert tracking wenn das Opt-Out-Cookie gesetzt wurde (Link in der Datenschutzerklärung angeklickt wurde)
  var gaProperty = 'UA-XXXXXXXX-Y'; // hier deine Tracking ID einsetzen
  var disableStr = 'ga-disable-' + gaProperty;
  if (document.cookie.indexOf(disableStr + '=true') > -1) {
  window[disableStr] = true;
  }
  function gaOptout() {
  document.cookie = disableStr + '=true; expires=Thu, 31 Dec 2099 23:59:59 UTC; path=/';
  window[disableStr] = true;
  }

  // Dein persönlicher Google Analytics Tracking Code
  (function(i,s,o,g,r,a,m){i['GoogleAnalyticsObject']=r;i[r]=i[r]||function(){
  (i[r].q=i[r].q||[]).push(arguments)},i[r].l=1*new Date();a=s.createElement(o),
  m=s.getElementsByTagName(o)[0];a.async=1;a.src=g;m.parentNode.insertBefore(a,m)
  })(window,document,'script','https://www.google-analytics.com/analytics.js','ga');

  ga('create', 'UA-XXXXXXXX-Y', 'auto'); // hier deine Tracking ID einsetzen
  ga('set', 'anonymizeIp', true); // die letzten 8 Bit der IP-Adressen werden gelöscht und somit anonymisiert
  ga('send', 'pageview');

</script>

Diese Datei bzw. dieser Code muss nun auf jeder Seite eingebunden werden, die getrackt/analysiert werden soll. Dafür gibt es in WordPress mehrere Möglichkeiten. Ich stelle dir hier zwei davon vor.

1. Option: Die Datei analyticstracking.php in die header.php Datei einbinden

Solltest du bei dem Vorschlag von Google bleiben und den GATC nach dem Anfangs-Tag „<body>“ einbinden wollen, kannst du folgendes tun: Speichere zuerst die Datei analyticstracking.php in dem Verzeichnis deines Child Themes ab. Kopiere anschließend die header.php-Datei deines Parent Themes, füge diese ebenfalls in das Verzeichnis deines Child Themes ein und ergänze den Code in der header.php-Datei nach dem body-Tag um die folgende Zeile:

<?php include_once("analyticstracking.php") ?>

Hier siehst du eine Beispiel header.php-Datei:

<!DOCTYPE html>
<html class="no-js" <?php language_attributes(); ?>>

<head>
  <meta charset="<?php bloginfo('charset'); ?>">
  <meta name="viewport" content="width=device-width, initial-scale=1.0">
  <link rel="profile" href="http://gmpg.org/xfn/11">
  <link rel="pingback" href="<?php bloginfo( 'pingback_url' ); ?>">

  <?php wp_head(); ?>
</head>

<body <?php body_class(); ?>>

  <?php include_once("analyticstracking.php") ?> 

<div id="wrapper">

2. Option: GATC direkt in die functions.php Datei einbinden

Die einfachere Möglichkeit ist es, den Google Analytics Code direkt über einen sogenannten Hook in die functions.php Datei deines Child Themes einzubinden. Dafür kannst du den folgenden Code (mit deiner Tracking-ID) in die functions.php-Datei eintragen:

<?php
function wpc_add_google_analytics() { ?>
  <script>
    // Verhindert tracking wenn das Opt-Out-Cookie gesetzt wurde (Link in der Datenschutzerklärung angeklickt wurde)
    var gaProperty = 'UA-XXXXXXXX-Y'; // hier deine Tracking ID einsetzen
    var disableStr = 'ga-disable-' + gaProperty;
    if (document.cookie.indexOf(disableStr + '=true') > -1) {
    window[disableStr] = true;
    }
    function gaOptout() {
    document.cookie = disableStr + '=true; expires=Thu, 31 Dec 2099 23:59:59 UTC; path=/';
    window[disableStr] = true;
    }
    // Dein persönlicher Google Analytics Tracking Code
    (function(i,s,o,g,r,a,m){i['GoogleAnalyticsObject']=r;i[r]=i[r]||function(){
    (i[r].q=i[r].q||[]).push(arguments)},i[r].l=1*new Date();a=s.createElement(o),
    m=s.getElementsByTagName(o)[0];a.async=1;a.src=g;m.parentNode.insertBefore(a,m)
    })(window,document,'script','https://www.google-analytics.com/analytics.js','ga');
    ga('create', 'UA-XXXXXXXX-Y', 'auto'); // hier deine Tracking ID einsetzen
    ga('set', 'anonymizeIp', true); // die letzten 8 Bit der IP-Adressen werden gelöscht und somit anonymisiert
    ga('send', 'pageview');
  </script>
<?php }
add_action( 'wp_head', 'wpc_add_google_analytics', 10 );

Falls du den Anweisungen in dem oben referenzierten Artikel bzgl. Child Theme Erstellung gefolgt bist und deine functions.php Datei bereits einen Quellcode enthält, kannst du das Anfangs „<?php“-Tag auch weglassen.

Wie kann ich überprüfen, ob der Google Analytics Code richtig eingebunden wurde?

1. Den Quellcode deiner Website „inspizieren“

Den Quellcode einer Website kannst du im Firefox oder Chrome Browser mit dem Aufruf „rechte Maustaste > Inspect Element“ überprüfen. Klicke einfach an die entsprechende Stelle, wo du den Google Analytics Code vermutest (head-Bereich oder nach dem Anfangs-<body> Tag). Alternativ kannst du auch im Firefox „Cmd + U“ (Mac) oder „Strg + U“ (Windows) drücken, um den kompletten Code deiner Website im Browserfenster zu sehen. Nun kannst du mit „Cmd + F / Strg + F“ nach typischen GATC Begriffen, wie z. B. nach „UA-“ suchen.

Diese Methode beweist zwar nicht, dass der Analytics Code auch richtig funktioniert, aber zumindest stellt sie schon mal sicher, dass der Code an der richtigen Stelle auch wirklich auftaucht.

2. Echtzeit Tracking im Google Dashboard

Im Google Analytics Dashboard in der Ansicht „Berichte“ gibt es auch den Tab „Echtzeit“. Um hier einen Seitenaufruf zu sehen, musst du evtl. einen Testlauf starten. Klicke dazu auf den Button „Testzugriff senden“ in der Verwaltungsoberfläche neben deiner Tracking-ID. Danach siehst du in den Echtzeitberichten, ob dieser Zugriff dort entsprechend auftaucht.

Testzugriff senden, um zu überprüfen, ob GATC richtig eingebunden ist

Testzugriff senden, um zu überprüfen, ob GATC richtig eingebunden ist

3. Tool SEO SiteCheckup

Mit dem Tool SEO SiteCheckup kannst du ebenfalls überprüfen, ob der Google Analytics Code richtig eingesetzt wurde. Gebe einfach deine Domain ein und wähle aus dem Drop-Down Menü den „Google Analytics Test“ aus.

Google Analytics Integration mit SEO SiteCheckup überprüfen

Google Analytics Integration mit SEO SiteCheckup überprüfen

Anmerkung zum Tag Assistent

Die Erweiterung Tag Assistent (by Google), um die Richtigkeit der Integration zu überprüfen, würde ich dir nicht empfehlen. Erstens läuft das Addon nur in einem Browser (Chrome) und zweitens häufen sich die Meldungen, dass die Erweiterung nicht richtig funktioniert.

Das beste Google Analytics Buch

Google Analytics von Timo Aden

Die Top Bewertungen des Buches Google Analytics vom Autor Timo Aden könnte dich dazu verleiten, das Buch zu bestellen. Der Autor überzeugt mit seinem Know-How zwar auf ganzer Linie und das Buch bietet auch einen sehr guten Überblick über die Technik im Allgemeinen, die hinter einem solchen Analytic-Tool steckt. Allerdings muss die aktuelle Version des Buches (3. Auflage von 2012) dringend überarbeitet werden, da die Informationen stellenweise veraltet sind. Ich hoffe, dass bald eine aktualisierte Version dieses Buches erscheint und es damit wieder zu einer echten Kaufempfehlung wird.

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Sollte es noch keine Neuauflage dieses Buches geben, wenn du diesen Artikel liest, empfehle ich dir das folgende Buch.

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*Letztes Update am 30.05.2017 | Haftungsausschuss | Bilder von der Amazon Product Advertising API | Das Plugin hinter den Produktboxen Affiliate Links

Fazit

Viele Wege führen nach Rom. So führen auch viele Wege zu der Integration von Google Analytics auf einer Website. Bei der Integration mit Hilfe von Plugins sollte auch immer das Thema Datenschutz berücksichtigt werden. Aus meiner Sicht ist der Einsatz von Google Analytics Plugins nur dann zu empfehlen, wenn das datenschutz-konforme Einbinden des GATC vollständig sichergestellt ist.

Keine Zeit oder Lust Google Analytics selbst zu integrieren?

Über meine Firma WebGeckos kann ich auch gerne die Integration für dich übernehmen. Weitere Informationen findest du unter: WebGeckos Web Services

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