Managed WordPress Hosting Erfahrungen – Mein Umzug zu HostPress

Managed WordPress Hosting Erfahrungen – Mein Umzug zu HostPress
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Vor ein paar Wochen kam Marcus von HostPress auf mich zu und machte mir ein Angebot, das ich nicht ablehnen konnte 🙂 Doch es war nicht der Preis, warum ich mit meinem Blog WPC und einigen weiteren meiner Webseiten zu HostPress umgezogen bin. Die ausschlaggebenden Punkte, die mich zu dem Umzug bewegt haben, waren Skalierbarkeit und Performance.

In diesem Artikel möchte ich dir zeigen, welchen Unterschied es macht, von einem Shared Hoster zu einem Managed WordPress Hoster zu wechseln. Ich werde dabei den typischen vorher/nachher Vergleich aufführen sowie meine Erfahrungen, die ich durch den Wechsel zu HostPress sammeln konnte, mit dir teilen.

Umzug zu HostPress

Der Umzug verlief reibungslos: Einen Termin für die Migration ausgemacht, dem HostPress Technik Team den Zugang zu meiner WordPress Seite überreicht und kurze Zeit nach dem vereinbarten Termin bekam ich die Nachricht, dass der Umzug bereits abgeschlossen ist und die DNS Einstellungen vorgenommen werden können.

Der DNS Eintrag war erforderlich, da meine Domains immer noch beim alten Hoster liegen und diese mit dem neuen Speicherort meiner WordPress Seiten verknüpft werden mussten. Obwohl HostPress diesen Service auch kostenlos anbietet, habe ich die DNS Einstellungen selbst vorgenommen, um meine Kenntnisse in diesem Bereich zu erweitern.

DNS Einstellung für HostPress

Falls du ebenfalls den DNS Eintrag bei deinem alten Hoster selbst durchführen möchtest bzw. du feststellst, dass deine E-Mails nicht richtig versendet werden, empfehle ich dir die folgende DNS Einstellung:

HostPress DNS Einstellung - Zusätzlicher A record für die E-Mails erforderlich

DNS Einstellung, um die HostPress Website mit den Domains zu verbinden – Zusätzlicher A record für die E-Mails erforderlich

Zuerst einmal ist ein „A record“-Eintrag mit der neuen IP-Adresse von HostPress (also der neue Speicherort der WordPress Website) für die Hauptdomain (1. Zeile) und die Subdomains (2. Zeile) erforderlich. In meinem Fall wurden die E-Mails nicht richtig versendet. Deshalb war ein zusätzlicher „A record“-Eintrag notwendig und zwar mit der alten IP-Adresse (3. Zeile). Die „MX record“-Einstellungen sollte man nicht ändern, falls die Domains und damit auch die E-Mails nicht zu HostPress umgezogen werden.

Umzug zu HostPress mit dem Plugin BackWPup

Bei meinem Blog WPC habe ich den Umzug selbst durchgeführt, um mich mit dem Vorgang vertraut zu machen. Mit dem WordPress Plugin BackWPup und der ausführlichen HostPress Anleitung für die Migration klappte der Umzug problemlos. Damit profitieren zukünftig meine Kunden von einem super schnellen Hosting, sollten sie ihre bestehende Website umziehen wollen und ein WordPress Webdesign inklusive Hosting beauftragt haben. Diese Kundenseiten lassen sich schnell und unkompliziert zu HostPress umzuziehen.

Performance

Time to first Byte (TTFB)

Die erste Sache, die direkt nach dem Umzug auffiel, ist die Verkürzung der Ladezeit. Ein generelles Problem der Shared Hosting Server ist nämlich die Reaktionszeit, die bei manchen Billig-Anbietern sogar mehr als 2 Sekunden betragen kann. Diese Antwortzeit wird auch als Time to first Byte (TTFB) genannt, also die Zeit, bis das erste Byte übertragen wurde.

Der folgende Screenshot zeigt die Server Reaktionszeit meines Shared Hosting Anbieters vor dem Umzug zu HostPress am Beispiel meines Blogs:

Server Antwortzeit Shared Hosting Anbieter - Server Reaktionszeit vor dem Umzug zu HostPress

Server Antwortzeit Shared Hosting Anbieter – Server Reaktionszeit vor dem Umzug zu HostPress

Die Wartezeit, bis der Server eine Antwort auf die Anfrage generiert, dauert alleine schon 1,12 Sekunden und weitere 473 Milli-Sekunden bis diese Antwort heruntergeladen wurde.

Die Antwortzeit des Servers konnte mit dem Umzug zu HostPress deutlich verkürzt werden, wie der folgende Screenshot zeigt:

Server Antwortzeit HostPress - Server Reaktionszeit nach dem Umzug zu HostPress

Server Antwortzeit HostPress – Server Reaktionszeit nach dem Umzug zu HostPress

Durch den Wechsel zu HostPress hat sich die Wartezeit bis der Server antwortet um fast 75% reduziert.  Die Zeit, um die Antwort zu empfangen ist mit nur 3 ms praktisch nicht mehr vorhanden.

Website Performance und Page Speed Score von GTmetrix

Was die Performance deiner Website angeht, habe ich einen gut gemeinten Rat für dich.

WPC Tipp: Die Website Performance regelmäßig kontrollieren!

Ich empfehle dir, die Performance deiner Website mit Tools wie GTmetrix oder Pingdom regelmäßig zu testen. Am besten wäre es, nach jedem Plugin, welches du auf deiner Website installierst, einen Performance-Check durchzuführen und zu entscheiden, ob der Verlust der Geschwindigkeit dem Mehrwert gerecht wird.

Nachdem ich meinen Blog erstellt hatte, habe ich die URL bei GTmetrix eingegeben und einige Stunden in die Performance-Optimierung investiert. Seitdem habe ich mich mit diesem Thema nicht mehr beschäftigt. Wie sich nun herausgestellt hat, war das ein Fehler. Als ich vor wenigen Tagen den Ist-Zustand meines Blogs für diesen Artikel aufgenommen habe, war ich doch ziemlich schockiert. Hier ist das Ergebnis:

Performance Ist-Zustand von WPConsultant vor der Optimierung mit WP Rocket Plugin

Performance Ist-Zustand von WPConsultant vor der Optimierung mit WP Rocket Plugin

Und das trotz HostPress wohlbemerkt! Bei Blogs und anderen WordPress Websites ist die Verlockung nämlich sehr groß, sich zahlreiche, zum Teil unnötige Plugins zu installieren. Und jedes Plugin, egal wie gut es programmiert wurde, schadet der Performance – manche mehr, manche weniger (außer es handelt sich natürlich um Performance- und Caching-Plugins).

Hättest du gerne ein Beispiel, wie ein einziges Plugin der Performance deiner Website schaden kann?

Vielleicht ist dir die Slide-in Box bereits auf meinem Blog hier begegnet. Sie soll dich dazu animieren, dich für meinen Newsletter anzumelden. Das Plugin, welches ich für die Conversion-Optimierung meines Newsletters verwende, heißt Thrive Leads. Mit den Funktionen des Plugins bin ich eigentlich recht zufrieden, nicht jedoch mit dem Performance Verlust, der durch die Verwendung von Thrive Leads entsteht. Hätte mir jemand den folgenden Vorher-/Nachher-Vergleich vor dem Kauf präsentiert, hätte ich mich wahrscheinlich nicht für dieses Plugin entschieden.

Performance Zustand mit Thrive Leads Plugin:

Performance Nachteile mit Thrive Leads Plugin

Performance Nachteile mit Thrive Leads Plugin

Performance Steigerung ohne Thrive Leads Plugin:

Performance Steigerung ohne Thrive Leads Plugin

Performance Steigerung ohne Thrive Leads Plugin

Ohne das Thrive Leads Plugin lädt die Startseite meines Blogs fast 2 Sekunden schneller, ist fast ein Drittel leichter und schickt 28 Anfragen weniger (!) an den Server. Man beachte es handelt sich hierbei nur um ein einziges Plugin! Und wie viele Plugins hast du auf deiner WordPress Seite installiert?

Kommen wir zurück zu der optimierungsbedürftigen Performance meines Blogs. Die Schnelligkeit einer WordPress Seite erreicht HostPress durch ein Zusammenspiel 4 verschiedener Komponenten. Eine davon ist das führende Premium Caching Plugin WP Rocket, welches auf jeder WordPress Seite installiert wird. Nachdem ich das WP Rocket Plugin vollständig konfiguriert hatte, konnte ich die mäßige Performance meines Blogs wie folgt optimieren:

Verbesserte Performance von WPConsultant nach der Optimierung mit WP Rocket Plugin

Verbesserte Performance von WPConsultant nach der Optimierung mit WP Rocket Plugin

Berücksichtigt man die Menge an Plugins (26) und auch die Tatsache, dass das Plugin Thrive Leads aktiviert war, sind ein 12 % besserer PageSpeed Score, fast 1 Sekunde schnellere Ladezeit und 28 weniger Server Anfragen ein ziemlich gutes Ergebnis.

Ich möchte aber an dieser Stelle darauf hinweisen, dass man seine Website nicht um jeden Preis solange optimieren sollte, bis die Performance-Tools wie GTmetrix und Co. ein passables Ergebnis ausliefern. Ich habe z. B. um dieses Ergebnis zu erreichen, meine CSS- und JS-Dateien von WP Rocket zusammenfassen lassen, obwohl das bei dem HTTP/2 Protokoll, welches bei HostPress standardmäßig verwendet wird, nicht erforderlich ist.

GTmetrix macht jedoch bei der Erstellung des Berichts keinen Unterschied zwischen HTTP/1.1 und HTTP/2 Protokoll und überprüft nur, ob die Dateien zusammengefasst wurden oder nicht. Somit ist das Ergebnis auch immer mit Vorsicht zu genießen.

Support

Mit dem Support von meinem bisherigen Hoster war ich weitestgehend zufrieden. An dieser Stelle habe ich deshalb keine Verbesserung erwartet. Ich wurde jedoch positiv überrascht. Die Reaktionszeit bei meinem alten Hoster war zwar gefühlt ein bisschen schneller, allerdings enthielt die erste E-Mail in der Regel nur die Information, dass mein Anliegen an die richtige Fachabteilung weiter geleitet wurde.

Der Support von HostPress liefert aber schon in der ersten E-Mail (abgesehen von der automatischen Empfangs-Bestätigungsmail) konkrete Lösungsansätze, mit denen in vielen Fällen das Problem sofort behoben werden kann. Und das auch bei vielen WordPress-spezifischen Problemen, was ich in dieser Form bei keinem Shared-Hoster gesehen habe.

Bedienoberfläche

Ein weiterer Vorteil von HostPress ist die einfach zu bedienende Benutzeroberfläche. Für den Anwender sind hier 3 Punkte hervorzuheben:

  • Man kann die Plugins und Themes direkt aus der HostPress Oberfläche heraus aktualisieren, ohne sich vorher in WordPress einloggen zu müssen.
  • Das User Interface von HostPress ermöglicht es, sich mit nur einem Klick in das WordPress Dashboard einzuloggen.
  • Die WordPress Dateien können einfach und ohne ein FTP-Programm bearbeitet werden. Zwar bieten auch viele Shared Hoster entsprechende Funktionen für diesen Anwendungsfall an, die Benutzerfreundlichkeit dieser sog. „Web FTPs“ sind mit der von HostPress allerdings nicht zu vergleichen.

Diese und weitere sehr nützliche Features ermöglichen einen reibungslosen Workflow und sparen enorm viel Zeit.

Skalierbarkeit

Idealerweise kommt man früher oder später an den Punkt, wo die eigene Website mehr Server Ressourcen benötigt. Der Wechsel von einem Hosting-Paket ins andere kann je nach Anbieter schwierig sein. Man muss ein Backup der eigenen Dateien erstellen, den Server-Umzug mit dem Anbieter planen, Kündigungsfristen beachten, meistens ist ein Upgrade möglich, ein Downgrade jedoch nicht usw.

Bei HostPress lassen sich die einzelnen Server Ressourcen wie Speicherplatz, Anzahl WordPress Seiten etc. individuell, blitzschnell und bei monatlicher Abrechnung anpassen. Auch Spitzenbelastungen lassen sich optimal ausgleichen, da bei Bedarf die erforderlichen Ressourcen temporär hinzugeschaltet werden. Damit wird die Verfügbarkeit der Website optimal gewährleistet.

E-Mails bei Kontaktformularen funktionieren nicht

Die einzige Herausforderung, mit der ich durch meinen Umzug zu HostPress zu kämpfen hatte, war, dass die E-Mails über die Kontaktformulare nicht richtig versendet wurden. Das tückische daran war, dass das Kontaktformular, welches mit dem Plugin Contact Form 7 erstellt wurde, beim Versenden eine positive Rückmeldung erzeugt hatte, die E-Mails jedoch nicht empfangen werden konnten.

Das ist jedoch kein HostPress Thema, sondern ein generelles Problem, wenn die WordPress Seite nicht beim gleichen Hoster liegt wie die Domain(s). Auch bei diesem Thema hat mich das freundliche HostPress Support Team ausgezeichnet unterstützt. Solltest du das gleiche Problem haben, kannst du einen der 3 folgenden Lösungsansätze anwenden:

  • Verwende eine andere E-Mail Adresse, die nicht auf dem gleichen Server gehostet wird, wie deine Domains
  • Versende deine E-Mails per SMTP
  • Erstelle eine neue E-Mail Adresse mit deinem HostPress Benutzernamen in der Form benutzername@deine-domain.de

Damit sollten dann die E-Mails der Kontaktformulare richtig versendet und vor allem auch empfangen werden.

Fazit

Alles in allem bin ich mit meinem Wechsel zu HostPress sehr zufrieden.  Meine Webseiten laden viel schneller als vorher, durch die tolle Bedienoberfläche spare ich mir sehr viel Zeit, gerade weil ich auch mehrere Websites betreuen muss und ich konnte auch einen Anstieg der Besucherzahlen über die letzten Monate auf meinem Blog beobachten. Wobei ich natürlich hoffe, dass die bessere Google Platzierung, die zu dem Besucheranstieg führte, nichts mit dem Umzug zu tun hatte, sondern mit dem Content, den ich auf meinem Blog veröffentliche 😉

Mit dem Gutschein-Code WPCON10 bekommst du übrigens 10% Rabatt auf die ersten 12 Monate, wenn du dich bis zum 30.09.2018 für HostPress entscheidest.

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Danijel Rose - WordPress Consultant

Danijel

Hi, mein Name ist Danijel Rose, ich bin der Gründer von WebGeckos, WordPress Trainer und Berater aus Bad Tölz, südlich von München. Über meine WordPress Erfahrungen blogge ich hier auf WPC. Mit WordPress erstelle ich vor allem gerne hochwertige Firmenwebsites, Mitgliederseiten und WordPress Multisites.

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