Online Kurse auf Udemy – Meine Erfahrungen als Dozent

Online Kurse Udemy Erfahrungen

Wir schreiben den 13. Februar 2019. Heute auf den Tag genau vor einem Jahr habe ich meinen ersten Online Kurs auf die Udemy Plattform hochgeladen. In diesem Artikel möchte ich das letzte Jahr Revue passieren lassen und meine Erfahrungen als Udemy Dozent mit dir teilen. Du wirst erfahren, wie viel ich mit den Online Kursen verdient habe, wie viele Teilnehmer sich in einem Jahr eingeschrieben haben, wie viel Zeit ich für die Erstellung der Kurse benötigt habe und erhältst auch einige Tipps, falls du auch mit dem Gedanken spielst, als Online Dozent durchzustarten.

In diesem Beitrag findest du Links zu meinen Kursen auf Udemy. Falls du zufällig Interesse an meinen Kursen hast, sind diese Links und Screenshots mit einem Gutschein-Code hinterlegt, mit dem du jeden meiner Kurse für nur 11,99 € bekommst.

Ungefähr 9 Jahre ist es her, dass ich meinen ersten Webdesign Kurs auf Udemy gekauft habe. Damals war ich begeistert, dass man für ein wenig mehr als 10€ einen so wertvollen Inhalt von mehreren Stunden erhalten kann. 8 Jahre später bin ich als Dozent nicht mehr ganz so begeistert von der Preispolitik von Udemy. Aber immer der Reihe nach. Werfen wir zunächst mal einen kurzen Blick darauf, welche Ausrüstung ich für meine Online Kurse verwende.

Ausrüstung für die Online Kurse

Das ist die Stelle, an der viele Blogger irgendwelche teuren Amazon Produkte empfehlen würden, um möglichst viel Affiliate Provision zu erhalten. Zum einen funktioniert Amazon Affiliate auf diesem Blog nicht (habe ich bereits getestet) und zum anderen benutze ich nur ein Mikrophon und sonst nix. Falls es dich interessiert, es ist das auna CM001S (Kein Affiliate Link) und kostet knapp 60,00 €. Na gut, eine Software braucht man natürlich auch noch, um die Videos aufzunehmen und zu bearbeiten.

Die richtige Software für die Online Kurse

Bei der Software ist es ähnlich, wie bei der restlichen Ausrüstung – es gibt teure Software für die Bearbeitung von Bildschirmaufnahmen und es gibt Screencast-o-matic. Ich bin ein großer Fan dieser Video Bearbeitungssoftware, da sie sehr einfach zu bedienen ist, tolle Ergebnisse liefert und meiner Meinung nach das beste Preis-Leistungsverhältnis bietet. Für nur 18 Dollar pro Jahr kann man wirklich tolle Online Videos produzieren.

Mein erster Kurs auf Udemy

Der erste Kurs, den ich auf Udemy hochgeladen habe, war „WordPress Kurs von WPC mit dem tollen Plugin Elementor„. Ich erinnere mich noch genau an das komische Gefühl, als ich auf den „Submit“ Button geklickt habe. Fragen gingen mir durch den Kopf: Wie wird der Kurs bei den Teilnehmern ankommen? Wird ihn überhaupt jemand kaufen? …

Drei komplette Monate habe ich an meinem ersten Kurs gearbeitet. Drei Monate in denen ich nicht wusste, ob das was ich produziere überhaupt einen Abnehmer findet. Nicht gerade der agile Approach, wie man so schön auf neudeutsch sagt. Und bei über 60.000 Kursen auf Udemy, kannst du dir ja sicherlich vorstellen, dass mein Kurs nicht der erste WordPress Kurs war. Zum Glück habe ich bereits damals auf das richtige Pferd gesetzt und somit war und ist zum Zeitpunkt der Artikel-Veröffentlichung mein Kurs der einzige deutschsprachige WordPress Kurs, der den besten Page Builder Elementor im Detail behandelt. Einige Teilnehmer haben mir bereits mitgeteilt, dass das der Hauptgrund war, warum sie sich in den Kurs eingeschrieben haben.

WordPress Online Kurs mit dem Nummer 1 Page Builder Elementor

WordPress Online Kurs mit dem Nummer 1 Page Builder Elementor

Der WordPress Kurs erfüllt aber noch einen weiteren Zweck: Da ich mit meiner Firma WebGeckos beinahe alle Kundenwebsites mit Elementor erstelle, bekommen alle meine Kunden einen Zugang zum Kurs und können somit sehen, wie sie die Inhalte auf ihrer Website anpassen können. Vorteil für die Kunden und für mich: Meine Kunden erhalten sofort Hilfestellung bei verschiedenen Fragen und ich kann mein Zeitmanagement optimieren und stehe meinen Kunden für tiefergehende Fragen zur Verfügung.

SEO bei Udemy

Wenn ich mir den Such-Algorithmus oder sagen wir lieber die Suchfunktion von Udemy ansehe bzw. versuche diese zu verstehen, könnte ich mir vorstellen, dass Google eines Tages auch mal so angefangen hat. Man nimmt ein paar Kennzahlen, verseht diese mit einer unterschiedlichen Gewichtung und der Kurs, der diese Bewertungsmatrix gewinnt, gewinnt auch den ersten Platz in der Udemy Suche. Meine Vermutung ist, dass die Conversion Rate (Konvertierungsrate) und die Bewertungen die höchste Gewichtung haben.

Ein Beispiel, welches meine Vermutung bekräftigt: Wenn ich bei Udemy nach SEO suche, erscheint mein Kurs an erster Stelle und das noch vor den beiden Bestseller SEO Kursen:

Udemy Suche Ranking Faktoren

Udemy Suche Ranking Faktoren

Da alle 3 Kurse ähnliche durchschnittliche Bewertung haben, kann ich die Platzierung nur damit begründen, dass die Konvertierungsrate ein größerer „Rankingfaktor“ ist, als beispielsweise die Anzahl der Teilnehmer. Deshalb ist es auch extrem wichtig, eine Kurs Landing Page zu erstellen, die den Interessenten zum Kauf animiert und so viele positive Bewertungen wie möglich von den Teilnehmern einzuholen.

Es gibt da natürlich auch noch den inoffiziellen Udemy SEO Kurs von Scott Duffy Solltest du aber schon wissen, worauf es beim SEO ankommt (und ich meine hier das richtige SEO, das bei Google & Co.), wird dir dieser Kurs keinen echten Mehrwert bringen. Denn die gleichen Techniken kannst du auch auf die Udemy Suchoptimierung anwenden. Und falls du nicht weißt, worauf es beim SEO ankommt, dann empfehle ich dir natürlich meinen SEO Kurs 😉

Wobei einen guten Tipp habe ich doch aus dem Kurs mitgenommen und möchte ihn dir an dieser Stelle weitergeben:

WPC Tipp: Kategorie mit geringer Konkurrenz auswählen

Bevor du deinen neuen Kurs einer Kategorie zuordnest, solltest du darauf achten, welche Kurse bereits mit den beiden Badges „Bestseller“ oder „Beste Bewertung“ in dieser Kategorie versehen sind. Wenn du beschließt, dass dein Kurs gegen diese Kurse nicht konkurrieren kann, solltest du eine andere Kategorie für deinen Kurs auswählen. Natürlich nur unter der Bedingung, dass die alternative Kategorie für deinen Kurs ebenfalls Sinn macht. Mit dieser Methode steigt die Wahrscheinlichkeit, dass du eines Tages auch mal die beliebten Badges für deinen Kurs bekommst und sich damit die Einschreibungsrate erheblich erhöht. Leider lässt sich die Kategorie nicht nachträglich ändern.

Bewertungen auf Udemy

Das ist ein witziges Thema 🙂

Die Dozenten Communities sind voll mit Posts über das Bewertungssystem von Udemy. Für viele ist das Zustandekommen der Bewertungssterne einfach unerklärlich. Hier zwei Beispiele:

Beispiel 1: Eine höhere Bewertung führt zu einer niedrigeren Durchschnittsbewertung

Nehmen wir an ein Kurs hat 4,50 Sterne und bekommt eine neue Bewertung von 5 Sternen. Jeder würde erwarten, dass die durchschnittliche Bewertung des Kurses jetzt auf jeden Fall über 4,50 liegen müsste, oder? Nicht so bei Udemy. Es ist schon oft genug vorgekommen, dass eine höhere Bewertung zu einem niedrigeren Durchschnittswert geführt hat. Um bei unserem Beispiel zu bleiben, wäre es nicht ungewöhnlich, wenn der Kurs am nächsten Tag eine Bewertung von 4,40 Sterne aufweisen würde. Der Grund dafür ist, dass Udemy nur die aktuellsten Bewertungen in das Ergebnis einbezieht (ich glaube es sind die letzten 3 Monate).

Beispiel 2: 2-mal 5 Sterne und 1-mal 2 Sterne ergibt einen Durchschnitt von 2,5 Sterne

Welche durchschnittliche Bewertung würdest du erwarten, wenn ein neuer Kurs 2 mal eine 5-Sterne und einmal eine 2-Sterne Bewertung erhalten hat? Du kannst dir wahrscheinlich schon vorstellen, dass 4,0 (12/3) nicht die richtige Antwort ist. Es ist durchaus üblich, dass solche Kurse auch mal eine Durchschnittsbewertung von 2,50 Sterne aufweisen. Der Grund hierfür liegt in der unterschiedlichen Gewichtung der Bewertungen. Wenn z. B. die 5-Sterne Bewertungen von Teilnehmern abgegeben wurden, die einen kostenlosen Zugang zum Kurs bekommen haben oder die noch nicht viel vom Kurs gesehen haben, werden diese Bewertungen schwächer gewichtet als die 2-Sterne Bewertung.

Mein zweiter Kurs auf Udemy

Nach den ersten Umsätzen und den ersten Teilnehmern, bin ich auf den Geschmack gekommen. Die ersten Umsätze waren natürlich viel zu gering, um zu sagen: Wow, die harte Arbeit der letzten 3 Monate hat sich wirklich gelohnt. Trotzdem war ich sehr froh, dass sich Teilnehmer regelmäßig angemeldet haben und ich auch ein tolles Feedback für meinen Kurs erhalten habe. Das war für mich Motivation genug, mir schon Gedanken über meinen nächsten Kurs zu machen.

Einer der beliebtesten Artikel auf meinem Blog war und ist der Beitrag über WordPress Mitgliederseiten. Da ich auch sehr viele Anfragen zu diesem Thema bekomme, stand für mich das Thema für meinen zweiten Kurs schnell fest. Ein perfektes WordPress Setup ist auch für eine Mitgliederseite wichtig. Deshalb konnte ich ca. ein Drittel der Lektionen von meinem WordPress Kurs wieder verwenden. Somit war mein zweiter Kurs „WordPress Membership – Erstelle deine eigene WordPress Mitgliederseite“ in nur 2 Wochen fertiggestellt.

WordPress Memebership Online Kurs mit der beliebten Udemy Auszeichnung "beste Bewertung"

WordPress Memebership Online Kurs mit der beliebten Udemy Auszeichnung „beste Bewertung“

Das Thema ist natürlich eine kleine Nische und deshalb verzeichnet mein Membership Kurs vergleichsweise wenig Anmeldungen. Aber auch dieser Kurs erfüllt einen weiteren Zweck. Ich muss leider sehr viele Anfragen zum Thema WordPress Mitgliederseiten aus Zeitgründen ablehnen. Indem ich jedoch einen Gutschein-Link zu meinem Membership Kurs an die Anfragenden schicke, hoffe ich, ihnen trotzdem eine Hilfestellung anbieten zu können.

Preise und Aktionen bei Udemy

Eine Frage, die man sich als Udemy Dozent stellt, ist, welchen Preis sollte ich für meine Kurse wählen? Die kurze Antwort auf diese Frage lautet: Es ist scheiß-egal! Zumindest auf den Verdienst bezogen. Ich behaupte nämlich, dass die meisten Dozenten auf Udemy zu 99,9% nicht mehr als 15 $ pro Kurs verdienen. Es vergeht nämlich fast kein Tag auf Udemy, an dem es keine Rabatt-Aktionen gibt. Da sich das auch bereits bei den Teilnehmern herumgesprochen hat, wird auch gerne mal die nächste Marketing Aktion abgewartet, um den Wunsch-Kurs zu kaufen. Meine Kurse wurden im ganzen Jahr kein einziges Mal zu dem von mir festgelegten Preis verkauft.

Die Preis-Wahl hat höchstens einen mentalen Effekt. Angenommen die Interessenten haben zwei ähnliche Kurse mit gleicher Bewertung zur Auswahl. Der erste Kurs kostete ursprünglich 199 € während der durchgestrichene Preis des zweiten Kurses 39 € beträgt. Nun bekommt man aufgrund einer Werbeaktion beide Kurse für jeweils 11,99 € für welchen Kurs würdest du dich entscheiden? Der Kurs für knapp 200 € verspricht einen höheren Mehrwert und scheint ein besserer Deal zu sein. Natürlich sollte man darauf achten, dass der Preis nicht unseriös hoch gesetzt wird.

Marketing Programm von Udemy

Die Teilnahme an Udemy’s Marketing Programm ist freiwillig. Man könnte natürlich seine Kurse auch immer zu einem Preis von 200 € anbieten und nicht am Marketing Programm von Udemy teilnehmen. Nur wird man damit wahrscheinlich nur wenig Erfolg haben, es sei denn es handelt sich um einen absolut einzigartigen Content, den es so auf der Plattform kein weiteres Mal gibt. Alle anderen Kurs-Anbieter müssen wohl oder übel die Dumping Preise akzeptieren, weil sonst die Kurse der Konkurrenz bevorzugt werden.

Mein dritter Kurs auf Udemy

Der 25. Mai 2018 hat bei vielen Website Betreibern eine große Unsicherheit ausgelöst. Es war der Tag, an dem die DSGVO in Kraft trat. Für mich war das Grund genug, meinen dritten Kurs herauszubringen. Um möglichst effektiv zu arbeiten, habe ich für diesen Kurs eine andere Vorgehensweise gewählt. Anstatt extra für den Kurs neuen Content zu generieren, habe ich mich entschieden, die DSGVO gleich auf meinem Blog wpconsultant.de umzusetzen und einfach auf den Aufnahme-Button zu drücken. So ist ein sehr praxisnaher Kurs entstanden mit nur 5 Powerpoint Folien. Manchmal sind es die einfachen Dinge, die am besten funktionieren. Bis heute (Tag der Artikelveröffentlichung) ist mein DSGVO Kurs ein Beststeller auf Udemy und mein erfolgreichster Online Kurs.

WordPress DSGVO Online Kurs mit der begehrten Auszeichnung "Bestseller"

WordPress DSGVO Online Kurs mit der begehrten Auszeichnung „Bestseller“

Die ersten 1.000 Dollar

Mit Hilfe meines DSGVO Kurses habe ich innerhalb von 2 Wochen meinen ersten kleinen Meilenstein erreicht: Die ersten 1.000 Dollar! Zu diesem Zeitpunkt sind bereits 4 Monate seit meinem Udemy Start vergangen. Es gibt durchaus Dozenten, die diesen Meilenstein in kürzerer Zeit und mit nur einem Kurs erreichen. Trotzdem war ich sehr positiv überrascht, dass es durchaus eine Nachfrage auch nach deutschsprachigen WordPress Kursen auf Udemy gab.

Umsatz mit Online Kursen nach einem Jahr

Kommen wir nun zu der Frage, die viele vielleicht am meisten interessiert: Wieviel kann man mit Online Kursen auf Udemy verdienen? Mit deutschsprachigen Kursen wohlgemerkt!

Die folgende Auflistung ist mein Versuch, die Dozenten Beteiligung aus den Nutzungsbedingungen von Udemy etwas klarer zu formulieren:

50 / 50 ist nicht gleich 50 / 50

Kauft ein User meinen Kurs, indem er direkt auf die Udemy Plattform geht und meinen Kurs auswählt, erhalte ich 50% der Einnahmen. Allerdings stimmt das nicht ganz. Udemy verkauft den Kurs in Euro und ich bekomme 50% vom Nettobetrag (nach Abzug der Umsatzsteuer) in Dollar ausbezahlt. Bei dem aktuellen Wechselkurs bedeutet das, dass ich von jedem verkauften Kurs 44% erhalte.

Verkauf über Affiliate- oder Werbe-Links

Kauft ein User meinen Kurs, indem er auf die Udemy Plattform über einen eingebundenen Affiliate oder Werbe-Link auf einer anderen Website/App gelangt ist, bekomme ich unter Berücksichtigung des Wechselkurses nur ca. 22% der Einnahmen.

Gutscheine bei Udemy

Den besten Deal erhalte ich, wenn der User meinen Kurs über meinen eigenen Gutschein-Link kauft. Diese Funktion ist einer meiner Lieblingsfunktionen auf Udemy. Man kann sehr einfach eigene Gutschein-Links erstellen, wie du sie auch in diesem Beitrag findest. Dabei gibt man dem Gutschein einen Namen, um die Konversion besser tracken zu können und legt den Preis sowie die maximale Anzahl der Gutscheine fest. Alternativ kann man auch ein Ablaufdatum hinterlegen.

Von allen Einnahmen, die über die Gutschein-Links generiert werden, bekommt der Dozent 97% in Dollar bzw. beim aktuellen Umrechnungskurs 85% in Euro. Es gibt aber leider auch Situationen, bei denen der Gutschein-Code nicht angerechnet wird und der Dozent anstatt der 97% weniger als 50% bekommt. Das ist z. B. der Fall, wenn sich der Teilnehmer kurz vor dem Kauf noch für das angebotene Bundle (der eigene Kurs wird mit einem anderen Kurs in Kombination verkauft) entscheidet. Ein weiterer Grund, warum ein Gutschein-Link nicht funktioniert wäre, wenn das Cookie zu einem anderen Zeitpunkt gesetzt wurde bzw. überschrieben wird, falls sich der Teilnehmer nicht sofort für einen Kauf entscheidet.

Mit den unterschiedlichen Provisionen konnte ich innerhalb eines Jahres auf Udemy 4.903,59 Dollar verdienen und habe beinahe 1.000 mal meine Kurse verkauft (978 Anmeldungen bei 845 Teilnehmern).

Umsatz mit Online Kursen auf Udemy nach einem Jahr

Umsatz mit Online Kursen auf Udemy nach einem Jahr

Im Durchschnitt 5 Dollar pro Kurs

Teilt man den Gesamtumsatz durch die Anzahl der Anmeldungen erhält man einen Durchschnitt von ca. 5 Dollar pro Kurs. Nicht unbedingt ein Betrag, bei dem man sofort aufspringt und schreit: „Chef, ich kündige!“. Aber, wie bei so vielen Dingen, kommt es immer auf den Betrachtungswinkel an. Während sich viele Dozenten beklagen, dass die Plattform einen Großteil der Gewinne einsackt und die Provisionen für die Kurs-Anbieter zu niedrig sind, gibt es durchaus auch Stimmen, die die Dozenten mit E-Book Autoren oder App-Entwickler vergleichen. Betrachtet man nämlich die Einnahmen, die der Verkauf eines E-Books oder einer App generiert, sind 5 Dollar pro Verkauf gar nicht mal so schlecht. Bei allen 3 Einnahmequellen gilt nämlich: Die Masse machts!

Mein vierter Kurs auf Udemy

Und wieder erwische ich mich dabei, wie ich einen inneren Dialog führe und mir die Frage stelle: Was kann ich noch? Ok, ich kann WordPress, ich kann DSGVO, welche weiteren Kenntnisse habe ich, die ich in einen Online Kurs packen kann? Mein Blog erreicht für fast 500 Suchbegriffe die Top 10 Platzierung (1. Seite) bei Google. Ich muss also anscheinend in Sachen SEO einiges richtig machen. Und schon hatte ich das Thema für meinen vierten Kurs: „SEO & Content Marketing – Mit System zum Ranking Erfolg“. Da dieses Thema sehr breitgefächert ist, war bei diesem Kurs wieder mehr Vorbereitung notwendig, um einen klaren Fokus und die passende Struktur festzulegen. Insgesamt habe ich, wie bei meinem ersten Kurs drei Monate verbracht, das Skript zu schreiben sowie alle Videos aufzunehmen und zu bearbeiten.

Passives Einkommen mit Online Kursen

Ach, wäre das nicht schön? Am Strand liegen, sich die Sonne auf den Bauch scheinen lassen, in der linken Hand ein Gin Tonic in der rechten das Handy, damit man den Kontostand regelmäßig abrufen und sich über die zusätzlichen Euros freuen kann. Für viele von uns, mich eingeschlossen :-), die Idealvorstellung, die durch das passive Einkommen sicherlich möglich wäre.

Aber sind die Einnahmen, die durch die Online Kurse generiert werden, wirklich passiv? Schließlich gibt es Aufgaben, die auch nach der Fertigstellung des Kurses anfallen, wie z. B.:

  • Teilnehmer Fragen beantworten
  • Die Kurs Lektionen auf Aktualität prüfen und bei Bedarf ergänzen / überarbeiten
  • Die Kurse vermarkten

Doch wie hoch ist der Aufwand, der dabei entsteht? Ich konnte bisher etwa 8 Stunden pro Monat dafür aufbringen. Aufgrund der begrenzten Zeit war eine Priorisierung der Aufgaben notwendig. Oberste Priorität haben bei mir die Teilnehmer Anfragen. Diese versuche ich immer zeitnah zu beantworten. An zweiter Stelle bemühe ich mich, den Kursinhalt aktuell zu halten. Wenn dann noch Zeit übrig bleibt, versuche ich über meinen Blog und die Sozialen Kanäle, wie z. B. über meinen YouTube Channel meine Kurse zu vermarkten.

Mein nächster Kurs

Um Teilnehmerwünschen nachzukommen, bin ich gerade dabei, einen reinen Elementor Praxis Kurs zu erstellen. Geplant ist, verschiedene Website Elemente mit dem tollen Page Builder zu designen. Der Teilnehmer soll dann die Wahl haben – entweder kann er die Elemente einfach nachbauen oder gleich das fertige Element herunterladen und auf seiner / ihrer Seite verwenden. Außerdem werde ich in diesem Kurs sogenannten Storyboards einführen. Diese sollen dem Teilnehmer helfen, jeden Schritt noch besser nachvollziehen zu können.

Mein Fazit

Ein Jahr Udemy hinterlässt bei mir gemischte Gefühle. Auf der einen Seite bin ich sehr froh, dass ich knapp 900 Teilnehmern helfen konnte ihre eigene Website DSGVO-konform und für die Suchmaschinen optimiert zu erstellen. Das sehr positive Feedback der Teilnehmer geht runter wie Öl und motiviert mich auf jeden Fall mit den Online Kursen weiterzumachen. Auf der anderen Seite bleibt da immer ein fader Beigeschmack, wenn ich z. B. durch ein Affiliate Programm von Udemy nur 1,70 $ pro Kurs verdiene oder wenn mein Gutschein Link mal wieder nicht funktioniert. Aber ich nehme an, das sind einfach die Eigenheiten, die man hinnehmen muss im Austausch für den Zugang zu vielen Tausenden potentiellen Kunden und Teilnehmern.

Alles in allem bin ich zufrieden, wie das letzte Jahr verlaufen ist. Die harte Arbeit hat sich zwar nach einem Jahr noch nicht amortisiert, ich hoffe aber, dass es im kommenden Jahr der Fall sein wird. Ich werde auf jeden Fall meine Online Kurse auch weiterhin auf Udemy anbieten. Würde mir aber wünschen, dass Udemy seine Dozenten fairer am Umsatz beteiligt und dass die Kurse nicht zu solchen extremen Schnäppchen-Preisen verschleudert werden. Ich bin mir ziemlich sicher, dass die Teilnehmer die Kurse auch für einen Minimalpreis von 19,99 Dollar kaufen würden.

Deine Erfahrungen? Deine Pläne? Deine Fragen?

Hast du bereits Erfahrungen mit Online Kursen oder sogar mit Udemy? Oder überlegst du gerade als Online Dozent anzufangen? Hast du Fragen, die durch den Beitrag nicht beantwortet wurden? Lass es mich unten in den Kommentaren wissen.

Danijel Rose - WordPress Consultant

Danijel

Hi, mein Name ist Danijel Rose, ich bin der Gründer von WebGeckos, WordPress Trainer und Berater aus Bad Tölz, südlich von München. Über meine WordPress Erfahrungen blogge ich hier auf WPC. Mit WordPress erstelle ich vor allem gerne hochwertige Firmenwebsites, Mitgliederseiten und WordPress Multisites.

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8 Antworten

  1. R
    Rosemarie Mentz sagt:

    Hallo Danijel, Du hast mir sehr geholfen mit deinen Kursen und den persönlichen Antwortmails, vielen Dank. Ich arbeite fleißig an meiner website, im Moment habe ich noch die Coming Soon Seite, weil ich noch an den Inhalten arbeite. Ich bin schon sehr gespannt auf Deinen nächsten Kurs mit dem tollen Elementor. Herzliche Grüße aus Vaterstetten

    • D
      Danijel sagt:

      Hallo Rosi,
      vielen lieben Dank für Deinen Kommentar und die netten Worte! Immer wieder gerne 🙂 Wenn Du Fragen hast, sag einfach Bescheid. Viel Erfolg noch mit Deiner Seite!
      Schöne Grüße, Danijel

  2. S
    Simone sagt:

    Lieber Danijel, vielen Dank für den ehrlichen Erfahrungsbericht. Ich gestehe, dass ich für Technikthemen sehr gerne auf die udemy Angebote zurückgreife, als Kunde. Denn es ist wirklich vieles was wir uns als Website Betreiber aneignen müssen und das Budget für Weiterbildung ist nun mal begrenzt…so wie alle anderen Budgets auch – nicht nur zu Beginn!

    Für meine Zielgruppe, für mein Thema eignet sich udemy gar nicht. Ich liebäugele gerade mit elopage bzw. sammle meinen Mut um meine Kurse und e-books mit einer Kombination aus Membership Bereich und WooCommerce selbst zu hosten und abzurechnen…..volles Risiko, volle Verantwortung für´s Marketing & den rechtlichen Rahmen, aber eben auch absolute Freiheit.
    Oder was meinst Du, als Profi????

    • D
      Danijel sagt:

      Hallo Simone,
      vielen Dank für deinen Kommentar. Ehrlich gesagt, habe ich auch schon mit dem Gedanken gespielt, meine Online Kurse selbst zu hosten. Ich habe allerdings noch keine elegante Lösung dafür gefunden. Meiner Meinung nach wäre WooCommerce für diesen Anwendungsfall viel zu überdimensioniert. Eine Lösung, die ich sehr ansprechend finde, zumindest für die Kurse, ist das Plugin Thrive Apprentice. Dort ist leider keine Bezahlfunktion integriert. Thrive Apprentice empfiehlt den Anbieter SendOwl, um die Zahlungen zu ermöglichen und den Zugang nur für zahlende Kunden freizugeben. In wieweit SendOwl aber DSGVO-konform ist, kann ich leider nicht genau sagen. Ich würde wahrscheinlich einfach, wie von Dir bereits vorgeschlagen, mit einem Membership Plugin den Zugang zu den Thrive Apprentice Seiten sperren. Wie Du ja schon weißt, verwende ich dafür gerne das Plugin Ultimate Member. Man kann damit, wie im Membership Kurs erklärt, auch ein Registrierungsformular für kostenpflichtige Mitgliedschaften generieren und die Zahlungen z. B. dann einfach per E-Mail erledigen. Ich glaube das wäre die einfachsten Lösung. Oder wie siehst Du das?
      Schöne Grüße, Danijel

  3. Hallo Danijel, ich muss einer der ersten Nutzer Deines WordPress mit Elementor Kurses gewesen sein. Bin zwar immer noch nicht ganz durch, aber inzwischen habe ich mehrere Seiten zum Laufen gebracht – es wurde ein Hobby -, was ohne den Kurs ganz sicher nicht gelungen wäre. Dass Du Dir viel Arbeit gemacht hast, sieht man, und es verdient Anerkennung – wie auch Dein Artikel oben. Vielen Dank!

    • D
      Danijel sagt:

      Hallo Benjamin,
      Vielen lieben Dank für dieses tolle Feedback! Wusste ich doch, dass mir Dein Name bekannt vorkam 🙂 Das freut mich sehr, dass Dir mein WordPress Kurs geholfen hat! Vielleicht können wir mit meinem kommenden Elementor Kurs aus Deinem Hobby ein (Neben)Beruf machen 😉
      Weiterhin viel Erfolg!
      Schöne Grüße, Danijel

  4. T
    Tim Klein sagt:

    Nicht schlecht. Danke!

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