WordPress Backup erstellen mit UpdraftPlus

WordPress Backup erstellen mit UpdraftPlus
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Zu den Erfolgsfaktoren eines Online Businesses gehört auch auf alle Eventualitäten vorbereitet zu sein. Gerade wenn deine WordPress Website ein wichtiger Bestandteil deines Unternehmens ist, ist es essentiell regelmäßig ein Backup deiner Online-Präsenz zu erstellen. In diesem Artikel erfährst du, wie du ein solches Website Backup mit dem kostenlosen WordPress Plugin UpdraftPlus erstellen kannst.

Artikel Inhalt:

  1. Warum UpdraftPlus?
  2. UpdraftPlus installieren
  3. UpdraftPlus Einstellungen
  4. Backup wiederherstellen

1. Warum UpdraftPlus?

Mit über 900.000 Installationen und einer Bewertung von 4,8 von 5 Sternen ist UpdraftPlus eins der beliebtesten Plugins auf wordpress.org und das nicht nur unter den Backup Plugins. Auch wenn dieser Beitrag Affiliate Links enthält, habe ich bisher sehr gute Erfahrungen mit diesem Plugin gemacht und kann es daher jedem weiterempfehlen, der auf der Suche nach einer kostenlosen und zuverlässigen Methode ist, eine Sicherungskopie für seine Website zu erstellen.

WordPress Website Backup erstellen mit UpdraftPlus

WordPress Website Backup erstellen mit UpdraftPlus

2. UpdraftPlus installieren

Kostenlose Version installieren

Die kostenlose Version von UpdraftPlus findest du auf wordpress.org und du kannst es wie alle anderen WordPress Plugins im Admin-Bereich über „Plugins > installieren“ hinzufügen.

WordPress Plugin UpdraftPlus installieren

WordPress Plugin UpdraftPlus installieren

Premium Version installieren

Neben der kostenlosen Version werden auch UpdraftPremium sowie Premium Add-ons (Affiliate Link) angeboten. Mit dem Premium Paket kannst du beispielsweise mehr als nur einen Online-Speicher nutzen oder mit dem Network/Multisite Add-On komplette Multisite Installation mit allen Subdomains/Unterverzeichnissen sichern.

WPC Tipp:

Es gibt ein paar Besonderheiten, die du beachten solltest für den Fall, dass du das Premium Paket des Plugins oder einzelne Premium Add-ons installieren möchtest:

  • Falls du die kostenlose wordpress.org Version bereits installiert hast, solltest du diese de-installieren und löschen. Keine Sorge, deine Einstellungen werden trotzdem erhalten bleiben.
  • Anschließend musst du die Premium Version von deinem UpdraftPlus.com Konto herunterladen und installieren. Da viele Hosting-Provider die maximale Uploadgröße limitiert haben, kann es passieren, dass die Plugin-Upload Methode im Admin-Bereich (siehe Button Plugin hochladen im oberen Screenshot) nicht funktioniert. Sollte das der Fall sein, hast du 2 Möglichkeiten:
    • Du kannst das Plugin Upload Larger Plugins verwenden, um damit das Upload-Limit zu umgehen. Achte bitte darauf, dass das Premium-Plugin im zip-Format vorliegt bevor du es hochlädst.
    • Die andere Möglichkeit ist es ein FTP Programm wie Filezilla zu verwenden und den ungezippten UpdraftPlus Ordner in das Verzeichnis auf dem Server wp-content/plugins hochladen. Für alle Firefox Nutzer erwähne ich an dieser Stelle immer gerne die kostenlose Erweiterung FireFTP, welche meiner Meinung nach besser funktioniert als Filezilla und einfacher zu bedienen ist.
  • Nach erfolgreicher Installation und Aktivierung des Premium Plugins musst du nun deine WordPress Website mit deinem UpdraftPlus Konto verbinden, in dem du im Reiter Premium/Erweiterungen deine E-Mail Adresse und dein Passwort (Login-Daten für dein UpdraftPlus Konto) eingibst.
  • Es erscheint nun eine Liste mit deinen gekauften Add-ons, die du durch einen Klick auf den entsprechenden Link aktivieren kannst.

3. UpdraftPlus Einstellungen

Sicherungsplan erstellen

Nachdem du das Plugin installiert und aktiviert hast, kannst du unter dem Reiter Einstellungen deinen persönlichen Sicherungsplan erstellen.

Als erste Einstellungsmöglichkeit hast du hier die Wahl zwischen einer manuellen oder einer automatischen Sicherung, die du stündlich, täglich, wöchentlich oder monatlich durchführen (lassen) kannst. Weiterhin kannst du die Anzahl der Sicherungen festlegen, die auf deinem Server gespeichert werden.

Website Backup - UpdraftPlus Einstellungen

Website Backup – UpdraftPlus Einstellungen

Den richtigen Speicherort wählen

Wie man in dem oberen Screenshot sehen kann, stehen verschiedene Speicherorte zur Verfügung. Mit der kostenlosen Version von UpdraftPlus musst du dich aber für einen Speicherort entscheiden. Diese Entscheidung ist bei mir immer abhängig von der Art der Website, die ich gerade erstelle.

Backup per E-Mail für kleine Websites

Die maximale E-Mailgröße ist bei den meisten E-Mail Provider auf ca. 10 bis 20 MB begrenzt. Deswegen eignet sich diese Methode auch nur solange das Backup diese Größe nicht überschreitet. Die Tatsache, dass UpdraftPlus pro Sicherungskopie ca. 4 bis 6 separate E-Mails verschickt (abhängig von der Anzahl der Ordner, die gesichert werden sollen) erweist sich hier als ein großer Vorteil. Dadurch kann die Sicherungsmethode per E-Mail länger angewandt werden.

Website Backup per E-Mail mit UpdraftPlus

Website Backup per E-Mail mit UpdraftPlus

Manuelles Backup per FTP für große Websites, bei denen sich der Inhalt nicht regelmäßig ändert

Wenn ich keinen Speicherort auswähle, speichert UpdraftPlus die Backups auf dem Server der Website. Bei dieser Speicheroption besteht jedoch die Gefahr, dass ich die Website mit samt den Backups verliere. Es empfiehlt sich deshalb die Backups in regelmäßigen Abständen manuell auf lokale Datenträger mit Hilfe eines FTP Programms (Filezilla oder FireFTP) abzuspeichern. Die auf dem Server gespeicherten Backups befinden sich in Ordner wp-content/updraft.

Backup mit Amazon S3 oder Dropbox bei größeren Websites, bei denen sich der Inhalt regelmäßig ändert

Bei großen Websites mit viel Inhalt, der sich auch regelmäßig ändert, sind die ersten beiden Speichervarianten nicht geeignet. UpdraftPlus ermöglicht zwar für so einen Fall eine einfache Integration mit einem Remote Online-Speicher wie Amazon S3 oder Dropbox.

Ich laufe aber wieder Gefahr, wie so oft als deutsche Webdesigner, in Konflikt mit dem deutschen Datenschutz zu gelangen. Bei dieser Speichervariante habe ich wieder mit den üblichen Themen zu kämpfen, die da wären: Die Daten liegen nicht auf europäischen/deutschen Servern, die Daten werden an Partner („Dritte“) weitergegeben usw. Was wiederrum für mich bedeutet, dass ich meine Datenschutzerklärung wegen der Art des Backups anpassen und eine Zustimmung von meinen Kunden einholen müsste. Deshalb kann ich nur jedem empfehlen, wenn es irgendwie geht, die ersten beiden Sicherungsoptionen zu verwenden. Ich habe zum Glück nur wenige große (Kunden-)Websites, die nicht per E-Mail gesichert werden können. Für diese führe ich manuell in regelmäßigen Abständen (meistens nachts) Backups durch.

WordPress Ordner auswählen, die gesichert werden sollen

Zusätzlich zu deiner Datenbank kannst du entscheiden welche WordPress Ordner gesichert und welche übersprungen werden sollen. Für die „übersprungenen Ordner“ kannst du auch die Default-Einstellungen des Plugins beibelassen.

WordPress Ordner für das Backup auswählen

WordPress Ordner für das Backup auswählen

4. Backup wiederherstellen

Unter dem Reiter Exisitierende Sicherungen findest du die gespeicherten Backups. Wenn du auf den Button Wiederherstellen klickst, öffnet sich ein Popup-Fenster wo du entscheiden kannst, ob du nur einzelne Daten oder ein komplettes Backup wiederherstellen möchtest.

Website Backup wiederherstellen mit UpdraftPlus

Website Backup wiederherstellen mit UpdraftPlus

Fazit

Ein Backup zu erstellen, sollte zu dem Lieferumfang jeder Website gehören. Das Plugin UpdraftPlus ist dabei eine komfortable Backup-Lösung für alle WordPress Websites. Mit einfachen Einstellungen kann jeder seinen ganz persönlichen Sicherungsplan erstellen.

Welche Backup-Lösungen nutzt du für deine WordPress Website? Hast du bereits Erfahrungen mit dem vorgestellten Plugin UpdraftPlus gemacht? Wie siehst du das Thema die Backups auf einem Remote Online Speicher wie Amazon S3 oder Dropbox zu speichern?

WordPress Backup erstellen mit UpdraftPlus
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Danijel Rose - WordPress Consultant

Danijel

Hi, mein Name ist Danijel Rose, ich bin der Gründer von WebGeckos, WordPress Trainer und Berater aus Bad Tölz, südlich von München. Über meine WordPress Erfahrungen blogge ich hier auf WPC. Mit WordPress erstelle ich vor allem gerne hochwertige Firmenwebsites, Mitgliederseiten und WordPress Multisites.

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7 Antworten

  1. F
    Fabian sagt:

    Hey,

    sehr schöne Vorstellung. Bin ebenfalls begeisterter Nutzer von updraftplus. So dankbar einfach und komfortabel mein Backup in der Dropbox, das kann wirklich jeder. Ich hab da ehrlich gesagt keine großen Bedenken, meine Dateien in der Dropbox zu speichern, da ich die Dropbox auch privat für sehr viele Dinge nutze. Wirklich sensible Daten sind lokal gespeichert, mein Backup halte ich nicht unbedingt dafür. Dafür ist die Dropbox auch einfach zu komfortabel, gerade in der Teamarbeit.

    Das mit der Datenschutzerklärung bzgl. Backups auf ausländischen Servern hatte ich ehrlich gesagt nicht so auf dem Schirm. Meine Backups sind zum Glück auch nicht so groß. Daher werde ich nun auch auf E-Mail wechseln, sicher ist sicher. Danke dafür!

    Viele Grüße
    Fabian

    • D
      Danijel sagt:

      Hi Fabian,
      danke, dass du deine Erfahrungen über UpdraftPlus hier auf WPC teilst und es freut mich, dass dir der Artikel gefällt! Ehrlich gesagt finde ich die ganze Datenschutz Diskussion (Übergabe der Daten an Dritte, ausländische Server etc.) ein wenig übertrieben, gerade wenn es sich um so renomierte Anbieter wie Dropbox handelt. Ich wollte aber trotzdem in dem Artikel auf die Problematik hinweisen. Aber solange der Backup per E-Mail geht, ist es glaube ich die beste Alternative.
      Schöne Grüße, Danijel

  2. A
    Atrax sagt:

    Hallo

    Super Beitrag 🙂
    Mal eine Frage:
    Wenn ich eine andere DropBox nutzen möchte, als die aktuelle, wie gehe ich da vor. Finde es nicht..
    Verstehe ich das richtig, um mehrere Seiten in verschiedene Ordner zu sichern, braucht es PlugIns?
    Vielen Dank schon mal im Voraus
    Atrax

    • D
      Danijel sagt:

      Hallo Atrax,
      danke, freut mich sehr, dass dir der Beitrag gefällt! Hast du schon versucht, einen anderen Speicherort auszuwählen z.B. E-Mail, die Änderungen zu speichern und dann wieder Dropbox zu wählen? Evtl. muss man auch den Ordner „Apps“ auf der aktuellen Dropbox löschen (vorher natürlich sichern). Es könnte sein, dass du dich dann erneut authentifizieren musst und damit eine andere Dropbox angeben kannst.
      Zu deiner 2. Frage: Nur wenn du eine WordPress Multisite sichern möchtest, benötigst du ein Premium Addon für das UpdraftPlus Plugin (siehe im Beitrag unter 2. Premium Version installieren). Wenn du mehrere Single WordPress Websites auf einer Dropbox speichern möchtest, werden alle Backups in einem einzigen Ordner namens „Apps > UpdraftPlus.Com“ gespeichert. Ich hoffe ich habe deine Fragen richtig verstanden und die Antworten helfen dir weiter. Sag Bescheid, falls noch was unklar sein sollte.
      Viele Grüße, Danijel

  3. R
    Ron sagt:

    Hi, es ist schön, wenn Du zufrieden damit bist. Ich muss da mal dagegen halten.

    Da, nicht alle berechtigterweise ihre Daten bei Google oder sonstwo lagern wollen oder können, ist FTP mein Ziel.
    Ich finde es auch eher bedenklich, derlei Backups auf Google und Co auszulagern! Datensichererererer wäre es aus meiner Sicht die Backups beim Provider (und/oder lokal) zu belassen und innerhalb des ohnehin bezahlten Webspace zu sichern. A) Machen Provider selbst auch Sicherungen also ist es in diesem Fall doppelt gesichert und 2. bleibt alles da wo die Daten schonmal sind… 3. Was machst Du, wenn Google Deine Daten verlierst oder etwas aus Versehen gelöscht wird? Der Provider spielt ein Backup ein und Google? Viel Spaß beim Anfragen nach Backups… 😉

    Leider hat dann aber Updraft wohl damit seine Probleme also mit FTP. Denn es ist schon mühsig, FTP und SFTP zu konfigurieren. Hat man es denn geschafft, freut man sich über ein „anscheinend“ erfolgreiches Backup – so die Meldung des Plugins – …. denkste schaut man mal nach findet man Null Byte Daten und beim Klick auf Download im Reiter Existierende Sicherungen um z.b. einen Part lokal herunter zu laden, kommt die Meldung „Datei konnte nicht gefunden werden“ … Ich will mich gern täuschen aber „anscheinend“ will man beim Betreiber doch eher Premium verkaufen, damit alles oder eben FTP/SFTP funktioniert… Oder ich bin tatsächlich zu blöd 😉 Also ich habe jedenfalls die Nase voll, ein Backuptool automatisiert laufen zu haben, um dann mit dem „anscheinend“ erstellten Backups nichts restoren zu können, weil gar keine Daten im ZIP stecken…

    Um eine Lösung anzubieten, die auf Anhieb gefunzt hat, schnell und OHNE jegliche Konfig (außer Eingabe von Mailadresse fpr Benachrichtigung und Wunschzeitfenster der Backups) ein Backup per FTP anlegt, habe ich nun BackUpWordPress gefunden, installiert und innerhalb 2 Minuten nicht „anscheinend“ sondern tatsächlich ein Backup angelegt, eine Mail dazu bekommen und es als Zip herunterladen können. Nicht mehr und nicht weniger. So sollte es sein. Also teste doch bitte mal die FTP Backup Schiene bei Updraft (Freeversion) , um Dein Ergebnis zu bekommen.

    Vielen Dank und Feedback gerne – JUICYDESIGN

    • D
      Danijel sagt:

      Hallo Ron,
      hier auf diesem Blog sind alle Erfahrungen zu Plugins (auch negative) gerne willkommen! Ich kann nur sagen, bei mir funktioniert das Plugin ohne Probleme, sowohl die kostenlose (bei einigen Kundenprojekten) als auch die kostenpflichtige Version (bei meinen eigenen Projekten).
      Zu deinen Anmerkungen:
      – Ich speichere die Daten nicht bei Google. Ganz im Gegenteil, im Beitrag erwähne ich sogar, dass ich die Speicherung bei Drittanbietern aus Datenschutz-Sicht bedenklich sehe – und jetzt mit der DSGVO erst recht.
      – Du solltest deine Backups nicht auf dem gleichen Webspace speichern, wie deine Website – Wenn die Website weg ist, sind es deine Backups auch.
      – Um das Backup per FTP herunterzuladen, braucht man eigentlich keine speziellen Einstellungen vornehmen. Wenn man keinen Speicherort angibt, werden die Backups automatisch auf dem Webspace gesichert unter wp-content/updraft. Dort kannst du dann dir die Backups manuell in regelmäßigen Abständen auf deinen PC ziehen.
      – SFTP funktioniert nur mit der kostenpflichtigen Version – das ist richtig.
      – Die zip-Dateien sind bei mir nicht leer – habs tatsächlich gerade nochmal überprüft. Habe auch versucht unter Existierende Sicherungen eine Datei herunterzuladen – funktioniert auch ohne Probleme.
      Hast du die zip-Dateien schon mal entpackt? Ist da wirklich nichts drin? Das kann dann auch mit deinem Hoster, Zugriffsberechtigung auf Ordner etc. zusammenhängen. Wie gesagt, du kannst in dem Ordner wp-content/updraft überprüfen, ob die Sicherungen richtig angelegt werden. Ein häufiger Fehler ist auch, dass man versucht die Sicherungsdateien auf einem anderen Server/anderer Domain einzuspielen – Das ist mit UpdraftPlus nicht möglich.
      Wie dem auch sei, das ist das schöne an WordPress, es gibt viele gute Backup-Plugins und wenn einem das eine nicht passt, weicht man einfach auf ein anderes aus. Ich z. B. benutze auch gerne BackWPup – funktioniert auch sehr gut und ist einfach zu bedienen. Das verwende ich wenn ich die Seite umziehen muss.
      Schöne Grüße, Danijel

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